Zur Anregung
Sie erhalten von uns Aussagen über den momentanen Zustand Ihrer
PatientInnen/KlientInnen. Meist entspricht das Biologische
Alter nicht dem kalendarischen, oder ein veränderter Rhythmus
zeigt bereits mangelhafte Stressadaptation an. Oftmals ist
die Regeneration im Schlaf gestört bzw. auch das Relaxing
am Tag ineffizient oder gar nicht vorhanden, und der Trend geht
Richtung BurnOut. Manchmal fehlt es einfach an Kondition,
weil zu viel am Schreibtisch oder im Auto gesessen wird, in manchem
Fällen ist aber auch schon die mentale Fitness so stark
reduziert, dass das geistige Arbeiten nicht mehr von Erfolg gekrönt
sein kann. In jedem Fall braucht es kleine oder größere
Veränderungen, damit sich die Gesamtperformance wieder auf
ein dem Alter entsprechenden Niveau einpendeln kann.
Wir zeigen aber selbstverständlich auch die positiven,
aufbauenden Zeitspannen während der 24 Stunden, damit die
entsprechenden Tätigkeiten als „Energieverstärker“ bewußt
öfter ins Tages- und Nachtgeschehen eingebaut werden.
Welche einfachen Mittel gibt es nun, unseren Lebensstil zum Besseren
zu entwickeln, ohne gleich unser gesamtes Leben auf den Kopf stellen
zu müssen. Die angeführten
„Rhythmusgeber“ sinnvoll über jeden Tag verteilt, bringen unser
gesamtes System wieder in geordnete Strukturen.
Das Geheimnis: Rhythmen sind Ereignisse, die in ähnlichen Abständen
wiederkehren. Unser gesamtes Leben besteht aus Rhythmen. Diese
hängen in unterschiedlicher Weise zusammen. Daher entstehen auch aus
kleinen Rhythmen nach einigem Training die großen!
1. Pausen
Unser Körper und auch unser Geist brauchen nach konzentrierter
Tätigkeit von bis zu 90
Minuten unbedingt eine Pause, um sich wieder zu erholen:
Beine hochlegen, Ruhen, Musik
hören... mindestens 15 - 20 min.lang,
Powernap: ein Schläfchen von 5-10 Minuten führt zu besserer Leistung
2. Bewegung
Zu lange Sitzepisoden in unseren üblicherweise am Schreibtisch
angestammten Berufen brauchen als Ausgleich Bewegung: dadurch wird
nicht nur unser
Sympathikus gefördert, sondern auch
Verspannungen im Hals-, Nacken, Schultern-, Rückenbereich
vermindert bzw. entgegengewirkt und
Muskelaufbau forciert:
langsame Spaziergänge ev. auch nur um den Büroturm herum, moderates
Laufen, moderates Herz- Kreislauftraining, langsame östliche
Bewegungsmeditationen (Tai Qi etc.)
3. Ernährung
Die kritische Betrachtung der eigenen Esskultur allein bewirkt schon
so manches „AHA“-Erlebnis.
Wieviel Zeit verbringen wir mit Essen bzw. wie wenig Zeit „opfern“
wir einer gesunden Pause, um dem Körper die entsprechende Nahrung
zuzuführen?
Eine Unterstützung des Gewichtsmanagements durch entsprechende
Maßnahmen ist sinnvoll.
4. Atmung
Unsere Atmung spielt DEN Part in der Entspannung und Erholung.
Sorgen, Probleme und diverse Verspannungen, aber auch Schmerzen
haben uns vergessen lassen, wie die entspannte Atmung tatsächlich
funktioniert.
Was die meisten von uns verlernt haben:
tief durchatmen und konsequente Bauchatmung.
Dabei wird das Zwerchfell durch die stark beatmeten unteren
Lungenpartien Richtung Bauch bewegt. Dies ist für SportlerInnen
selbstverständlich. Der „Durchschnittsmensch“ muss diese natürliche
Atmung, die Kinder und Tiere üblicherweise (ohne zu denken)
anwenden, erst wieder erlernen.
Yoga oder spezielle Atemtherapien
helfen, leichter wieder in ein lockeres und effizientes Atmen zu
gelangen.
5. Meditationstechniken
Ob in Bewegung oder in stiller Konzentration zahlreiche östliche
Techniken wie Tai Qi, Qi Gong, YOGA und auch östliche
Kampfsportarten lehren innere Ruhe und Gelassenheit in Verbindung
mit dem notwendigen Muskelaufbau und adäquatem Körpertraining. Auch
hier steht die richige Atmung im Mittelpunkt.
6. Singen
Singen bringt uns wieder in „Stimmung“. Erstens fördert es unser
Wohlbefinden, weil wir uns mit dem modulierenden Klang der eigenen
Stimme wieder in Balance bringen, andererseits bringt es den Körper
und den Geist in positive Schwingungen. Und drittens wird richtiges
Atmen gefördert.
„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine
Lieder“
7. Massage (klassisch,
Shiatsu etc)
Sich selbst etwas Gutes tun LASSEN, sich wie ein Kleinkind in die
Umarmung der Mutter kuscheln, jemandem anderen erlauben, die eigenen
verkrampften Muskeln zu entspannen, sich aufgehoben und beschützt
fühlen und Berührungen zu genießen, die keine Gegenleistung
erfordern.
8. Gute Gedanken
Lassen Sie nicht zu, dass traurige oder wütende Gedanken an schon
lange Vergangenes oder Ängste über möglicherweise nie eintreffende
Ereignisse automatisch Ihren Sympathikus aktivieren, der Ihren
Herzschlag so beschleunigt, dass Sie sich allein durch Ihr Denken in
einen Zustand höchster Alarmbereitschaft bringen. Je mehr
Herzschläge Sie so unnötigerweise verbrauchen, desto weniger stehen
Ihnen im Laufe Ihres Lebens zu Verfügung, Auch hier ist ein
effizienter Umgang mit den eigenen Ressourcen zu empfehlen. Nützen
Sie die Intelligenz Ihres Herzens, das sich lieber ausruht und
Schläge spart, als sich unnötig anstrengt und damit Ihre
Lebenserwartung herabschraubt.
Sie können selbst im FeedBackverfahren erkennen, wie Sie allein Ihre
Herzfrequenz und damit sogar die Herzfrequenzvariabilität positiv
beeinflussen und so selbstbestimmt entscheiden, ein Leben Richtung
Gesundheit oder Richtung Krankheit zu gehen.
In jedem Fall ist es von immensem Vorteil, die anstehenden
Veränderungen mit Hilfe eines rückenstärkenden Coaches (weiblich
oder männlich) zu begehen. Die einfühlsame und bestärkende
Begleitung hilft Ihnen, die notwendigen Schritte mit Effizienz und
Leichtigkeit zu erleben.
Wir wollen allerdings darauf hinweisen, dass wir Ihnen eine
ärztliche Untersuchung in jedem Fall anraten, denn die HRV Befundung
ist weder eine Therapie, noch ersetzt sie eine medizinische
Diagnose.
Falls unsere medizinischen ExpertInnen auf ein auffälliges (nicht
der Norm entsprechendes) EGK stoßen, werden Sie von uns verständigt,
damit Sie entsprechende Schritte zur Abklärung einleiten können.